Special 2026: Der Hauser-Tag

Special 2026: Der Hauser-Tag

Die "Liechtensteiner Gitarrentage" freuen sich, eine Zusammenarbeit mit der renommierten Hermann Hauser Guitar Foundation bekannt zu geben. Diese Kooperation zweier führender Institutionen der internationalen Gitarrenszene verbindet künstlerische Exzellenz mit gemeinnützigem musikwissenschaftlichem Engagement und Forschung.

Im Rahmen dieser besonderen Partnerschaft wird die Münchner Stiftung kostbare historische Instrumente aus ihrer einzigartigen Sammlung für kammermusikalische Aufführungen bei den Liechtensteiner Gitarrentagen zur Verfügung stellen. Das Publikum erhält damit die außergewöhnliche Gelegenheit, den authentischen Klang legendärer Hauser-Gitarren in einem erstklassigen kammermusikalischen Kontext live zu erleben – ein musikalisches Erlebnis von besonderem kulturellem Wert.

 

Die Zusammenarbeit unterstreicht eindrucksvoll das gemeinsame Engagement beider Institutionen: die Bewahrung, Erforschung und lebendige Weiterentwicklung des kulturellen Erbes der klassischen Gitarre. Durch die Verbindung der exzellenten künstlerischen Programmgestaltung der Liechtensteiner Gitarrentage mit der wissenschaftlichen Expertise und den historischen Schätzen der Hermann Hauser Guitar Foundation entsteht ein innovatives Format, das Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.

 

 

17:00 Uhr, Gemeindesaal Ruggell

Vortrag von Stefan Hackl: Hermann Hauser und der Aufschwung der Gitarre im 20. Jahrhundert

Stefan Hackls Vortrag gibt einen Überblick über das Schaffen von Hermann Hauser und die Entwicklung der Gitarrenmusik in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

"Als die Gitarre im frühen 20. Jahrhundert einen neuen Höhenflug erlebte, war München eine der Metropolen (Sitz des Internationalen Gitarristenverbandes) und Hermann Hauser eine der wichtigsten Persönlichkeiten. Als Gitarrenbauer und Gitarrist (im Münchner Gitarrenquartett) war er Schnittstelle zwischen Instrument und Musiker. Nach der Weiterentwicklung des alten Wiener Gitarrenmodells in seiner ersten Phase perfektionierte er nach eingehendem Studium der Instrumente von Miguel Llobet und Andrés Segovia auch die spanische Bauweise und schuf damit "the greatest guitar of our epoch", wie Segovia seine Gitarre aus dem Jahre 1937 bezeichnete."

 

 

18:00 Uhr, Gemeindesaal Ruggell

Konzert des Kevelaerer Gitarrenquartetts, Leitung Markus Birkhoff

In diesem Konzert werden die Originalintrumente des historischen Münchner Gitarrenquartetts zu hören sein:

1916er Wiener Modell (Halbspanisch), Hermann Hauser I 1933er Wiener Modell, Hermann Hauser I 1952er Wiener Modell, Hermann Hauser II 1955er Wiener Modell, Hermann Hauser II 1952er Segovia Modell, Hermann Hauser I 1960er Segovia Modell, Hermann Hauser II (Fichte) 1960er Segovia Modell, Hermann Hauser III (Zeder) 1931er Segovia Modell, Hermann Hauser III, 

1924er Quintbass Gitarre, Hermann Hauser I, 1917er Terzgitarre, Hermann Hauser I

 

20:00 Uhr, Gemeindesaal Ruggell

Konzert Alvaro Pierri

Alvaro Pierri wird in seinem Recital eine Hermann Hauser I von 1919 und eine Hermann Hauser II von 1960 spielen. Die Instrumente genießen Weltruf, so haben z.B. Andres Segovia und nach ihm Julian Bream die Gitarren aus Bayern gespielt.

 

 

im Anschluss an das Konzert von Alvaro Pierri

"Ausklang im Wirtshaus"

Konzert Hauser-Trio

Das Hauser-Trio mit Romana Hauser, Ruth und Stefan Hackl spielt auf Gitarren von Hermann Hauser  I (1882-1952) Volksmusik aus dem bayrisch-tirolerischen Grenzgebiet sowie "klassische" Ländler von Mauro Giuliani.

 

 

 

Über die Hermann Hauser Guitar Foundation

 

Die Hermann Hauser Guitar Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in München. Sie wurde 2005 von dem Münchner Unternehmer und Musikproduzenten Klaus Wolfgang Wildner gemeinsam mit dem Gitarrenbaumeister Hermann Hauser III gegründet. Der Name der Stiftung ehrt den legendären Münchner Gitarrenbauer Hermann Hauser I (1882–1952), der weithin als einer der bedeutendsten Gitarrenbauer außerhalb Spaniens gilt. Seine Instrumente hatten einen tiefgreifenden Einfluss auf Gitarrenbauer und Künstler der modernen Ära. Die Gitarrenlegende Andrés Segovia beschrieb die Hauser-Gitarre von 1937, mit der er von 1938 bis 1962 auftrat und aufnahm, als "die größte Gitarre unserer Epoche". Dieses ikonische Instrument ist heute fester Bestandteil der Ausstellung im renommierten Metropolitan Museum of Art in New York.

Die Stiftung widmet sich der Erforschung und Darstellung der historischen Grundlagen der Gitarre als Musikinstrument einschließlich des Instrumentenbaus. Sie unterhält eine der Öffentlichkeit zugängliche Instrumentensammlung und übt treuhänderische Tätigkeiten auf dem Gebiet der Instrumentensammlung und -pflege aus.

Darüber hinaus vergibt die Foundation Preise an herausragende Musiker, Medienkünstler und Musikwissenschaftler, die besondere Leistungen auf dem Gebiet der Gitarristik erbringen. Der prestigeträchtige "Nymphenburger Gitarrenkunstpreis" wird alle zwei Jahre verliehen. In den Jahren zwischen den Verleihungen des Kunstpreises vergibt die Stiftung einen Förderpreis zur Unterstützung talentierter Studierender im Fach Gitarre.